Economist and head of research group "Micro structure of taxes and transfers" @RWI_Leibniz in Berlin. @iza_bonn affiliate. Working dad. Views are my own.

Berlin, Germany
Joined July 2009
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Ich empfehle zur komplexen Auflösung der "Socialist Calculation Debate" auf Mechanism-Design-Resultate zu schauen (Hayek an sich werden @schieritz et al. ja immer ablehnen): nobelprize.org/uploads/2018/…
Mit dem Denkfehler wäre Weber vor Erscheinen von Hayek (1945) noch in guter Gesellschaft gewesen. Heute sollte man es besser wissen. Das Wissen, das durch Marktpreise gebündelt wird, ist dezentral, implizit und verändert sich ständig. Es wird nie zentral erfassbar sein.
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Noch mehr: Es wird dezentral überhaupt erst geschaffen. Dieses Wissen ist nicht einfach da, dass man dann dezentral oder alternativ zentral abgreifen könnte.
Mit dem Denkfehler wäre Weber vor Erscheinen von Hayek (1945) noch in guter Gesellschaft gewesen. Heute sollte man es besser wissen. Das Wissen, das durch Marktpreise gebündelt wird, ist dezentral, implizit und verändert sich ständig. Es wird nie zentral erfassbar sein.
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Mit dem Denkfehler wäre Weber vor Erscheinen von Hayek (1945) noch in guter Gesellschaft gewesen. Heute sollte man es besser wissen. Das Wissen, das durch Marktpreise gebündelt wird, ist dezentral, implizit und verändert sich ständig. Es wird nie zentral erfassbar sein.
Isabella Weber meint in einem Podcast, wir hätten ja nun genug Daten, um korrekte Preise zu berechnen und administrativ durchzusetzen. Und das ist dann ein Grad von fachlicher Unkenntnis, bei der der Spaß aufhört. Hört auf, dumme Menschen medial zu pushen.
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Liebe Berliner Bestandsmieter in großen Wohnungen: Ihr könnt nicht sinnvoll umziehen, wegen den Folgen der regulatorischen Marktsegmentierung, von der Ihr profitiert, dafür werdet Ihr dann besteuert. Richtig progressiv sei das. Mehr Angebot als Lösung ist derweil "whataboutism".
Replying to @stadtvermieter
sehr richtig. Eine kommunale Steuer auf hohen Wohnraum pro Kopf wäre sehr progressiv und würde natürlich einen Anreiz setzen nicht mehr Wohnraum in Anspruch zu nehmen, als man tatsächlich benötigt. Und alternativ zu Bauen sagt glaube Niemand. kein Whataboutism!
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Die Steuerentlastungspläne der Koalition sollen bis 2028 umgesetzt werden. Sie sehen offenbar keine weiteren Entlastungen vor, insbesondere um die #kalteProgression. Zu den realen Wirkungen einschließlich der kalten Progression ein Thread (1/7) 🧵⬇️ iwkoeln.de/studien/martin-be…
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Wenn ich kurz intervenieren darf: seit 1992 gab es eine Abfolge umfangreicher Rentenreformen, die erst in den 2010er nicht mehr ausgeweitet wurden, weil der Beschäftigungsboom die Kassen gefüllt hat. /1
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Replying to @D_Langenmayr
Ja und Kindergeld und Kinderfreibetrag werden auch so regelmäßig angepasst. Gesamtjahresentlastung 2028 sollen 10 Mrd. Euro sein. Ausgleich kalte Progression kostet jedes Jahr ca. 4,5 Mrd. Euro, waren also 9 Mrd. 2028 vs 26. Also fast nichts on top. Wie auch ohne Ausgabenkürzung
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Als Trump gesagt hat, die Zölle zahlen nicht die amerikanischen Konsumenten, sondern die ausländischen Importeure, haben wir noch alle über seine Dummheit gelacht.
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Nein. Bereits vor 40 Jahren wurde die demographische Alterung präzise prognostiziert. 1985 von der UN prognostizierter Altenquotient für Deutschland für 2024: 36,7%. Tatsächlicher Wert laut Destatis in 2024: 36,9%. Definition: (Alte 65 und älter) / (Personen 15 bis 64). Und .../
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Heute Nachmittag berät der Koalitionsausschuss über die Einkommensteuer. In der @faznet haben Martin Jacob, @NadineRiedel2 und ich aufgeschrieben, was wir uns wünschen: Eine gute Reform sollte vor allem die Einkommensteuer vereinfachen. 1/5
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A reminder that the experts agree that rent control doesn’t work:
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The miracle is real and great -- it's called free markets -- but Poland is a young Japan. Its GDP per capita is inflated by the lack of children and, for the moment, an elderly population that remains manageable. But it will struggle when the missing kids become missing adults.
35 years ago, Poland and Iran had similar standards of living. Now, Poland is about to pass Japan in GDP per capita. How do we create more Polands?
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Replying to @makro_philip
@makro_philip macht den wichtigen Punkt, dass die teilweise Umstellung von Umlageverfahren auf Kapitaldeckung nicht gratis ist. Mindestens eine Generation trägt die Übergangskosten. Die Zwangsbeteiligung ist aber in der Praxis doch wichtig, denke ich. Ein kurzer Thread.
Replying to @makro_philip
Jetzt: Differenz der Verzinsung r>n (negatives Bevölkerungswachstum) verlockend, aber: davon kann jeder bereits jetzt profitieren. Jeder der sparen kann/will, kann diese Zinsdifferenz durch Kauf einer Beteiligung bereits jetzt nutzen, Zwangsversicherung löst da nichts 6/n
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Ohne Zwangsbeteiligung an der Kapitalrente ist es schwer vorstellbar, dass sich die Politik traut, die Beiträge in das Umlageverfahren mittelfristig weniger stark wachsen zu lassen. Außerdem besteht ein Prinzipal-Agenten-Problem.
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Menschen könnten deshalb privat wenig vorsorgen, weil sie wissen, dass sie ggfs. im Alter auch Grundsicherung erhalten könnten. Würde man nur die Zwangszahlung ins Umlagesystem reduzieren, würde das Problem verstärkt. Kein paternalistisches Argument, sondern Anreize.
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Ich sehe die einzelnen Punkte auch so, hatte aber meine Erwartungshaltung schon so weit angepasst, dass ich von einem großen Wurf sprechen würde.
Zur vorgeschlagenen #Rentenreform: Im Wesentlichen wird die Unwucht im bestehenden Rentensystem zu Lasten der jüngeren Jahrgänge – und damit der #Standortqualität – weitergewälzt. ➡️ Anpassung des Rentenzugangsalters an die weitere Entwicklung der #Lebenserwartung: Richtig, aber die eigentliche Dynamik liegt bereits hinter uns und unterlassene Anpassungen werden nicht nachgeholt. Mussten sich Versicherte in den 1960er-Jahren ein Ruhestandsjahr mit vier Erwerbsjahren erarbeiten, sind es heute nur noch zwei Erwerbsjahre. Dies führte zu einer doppelten Dynamisierung der Rentenleistungen, die neben der – grundsätzlich beabsichtigten – Anpassung der Rentenhöhe an die Lohnentwicklung auch ständig steigende Rentenbezugszeiten bedeutete. Diesen Elefanten im Raum hat die Kommission außen vor gelassen. ➡️ Auf die demografische Verschiebung (mehr Rentenbezieher, weniger Beitragszahler) müsste unverzüglich reagiert werden. Es gibt keinen Grund, an der #Haltelinie für das Rentenniveau bis 2031 festzuhalten. Demzufolge hätte die Kommission vorschlagen sollen, die in die falsche Richtung laufende Rentenreform vom Dezember 2025 wieder zurückzunehmen und den Nachhaltigkeitsfaktor sofort wieder in Kraft zu setzen. Dies ist wohl aus parteipolitischer Rücksichtnahme unterblieben. ➡️ Anreize zur #Frühverrentung – insbesondere der vorzeitige Rentenzugang für besonders langjährig Versicherte („Rente mit 63“) – sollen entfallen: Richtig und überfällig. ➡️ Der Aufbau einer obligatorischen #Kapitaldeckung belastet mittelfristig zunächst die jüngeren Jahrgänge zusätzlich und geht transitorisch mit zusätzlichen Bundeszuschüssen einher. Der empfohlene Staatsfonds muss maximal politikfern aufgestellt sein, andernfalls wird er zur fiskalischen Verfügungsmasse oder gar zum Vehikel der Industriepolitik. In dem Maße, wie Beschäftigte heute schon privat vorsorgen, wird freiwillige Ersparnis nur durch Zwangssparen (mit weniger Anlagealternativen) ersetzt, so dass sich die faktische Rentenhöhe für diesen Personenkreis (bestenfalls) nicht ändert. ➡️ Die Ausweitung der #Beitragspflicht auf weitere Personenkreise entlastet die Rentenkasse nur kurz- und mittelfristig, längerfristig entstehen zusätzliche Leistungsverpflichtungen, die in dem Maße das System belasten, wie die zusätzlich Versicherten überdurchschnittlich lange Rentenbezugszeiten erwarten können. ➡️ #Minijobs waren im Rahmen der Hartz-Reformen ein Vehikel, um die Arbeitsanreize für Geringverdiener zu erhöhen. Was bei Aushilfsjobs für Studenten oder Rentner kein Problem darstellt, ist als Instrument der Arbeitsmarktpolitik ein Fremdkörper im System. Die empfohlene Abschaffung der Minijobs erfordert aber Anpassungen an anderer Stelle des Abgaben-Transfer-Systems, um Arbeitsanreize über das gesamte Einkommensspektrum hinweg zu stärken.
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Und das ist tatsächlich ein rationales Argument gegen Klimaanlagen in kühleren Gegenden. Aus demselben Kalkül ist es in wärmeren Gegenden im Winter in Häusern kälter. In diesem wunderbaren paper wird das vermeintliche Paradox mit Basic economics erklärt: jstor.org/stable/1833130
Replying to @D_Langenmayr
Argument gegen Einbau ist immer nur, dass zu teuer für die paar Tage, die es richtig heiß ist, keine Fundamentalopposition.
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Diese hervorragende Dokumentation zeigt schonungslos auf, warum das Hilfswerk UNRWA in seiner aktuellen Form völlig überholt ist. Wir müssen offen über die fragwürdige Praxis der Vererbung des Flüchtlingsstatus von Palästinensern sprechen, da dies den Konflikt nur künstlich über Generationen hinweg verfestigt. Es steht außer Frage, dass wir hier komplett neue Wege gehen müssen, wenn wir eine echte und vor allem langfristige Lösung im Nahen und Mittleren Osten erreichen wollen. Ein Festhalten am Status quo verhindert jeden Fortschritt, denn UNRWA ist ein Teil des Problems und kann kein Teil der Lösung sein. bild.de/politik/bild-zeigt-w…
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Wenn der Erhalt von Taxis das Ziel ist, kann man diesen effizient mit direkten Subventionen gewährleisten, ohne künstlich das Angebot von Uber und co. Durch teure und ökologisch bedenkliche Leerfahrten zu verschlechtern. 2/3
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Argument, dass die Versorgung des ländlichen Raums gesichert werde, überzeugt nicht. Viel Erfolg dabei, ein Taxi auf dem Land zu kriegen. Wenn, dann wird die Versorgung auch nicht durch Taxis aus der Stadt, die gegen "unfaire" (bessere) Konkurrenz geschützt werden, gewährleistet.
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