
Torsten Müller #Consulting für exklusives Design. Der Experte für Bad-, SPA- und Interior-DESIGN: Bietet Konzepte „für die Sinne“
Bad Honnef
Joined July 2009
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Wer mit Produkten beginnt, hält Produkte für den Kern des Bades.
Der Raum kommt dann später.
Meistens zu spät.
450 Stunden Handwerk an einer Wanne verdienen Respekt.
Von der Limitierung lasse ich mich nicht beeindrucken.
Nach einem anstrengenden Tag brauche ich vor allem: ankommen.
Licht, Temperatur und Haptik müssen stimmen.
Was lässt Dich in Deinem Badezimmer zur Ruhe kommen?
Nach 25 Jahren nimmt er weniger Projekte an als je zuvor.
Nicht Rückschritt. Absicht.
Er hörte auf, Ausbildung und Arbeit zu trennen.
Kapazität abgeben, Aufmerksamkeit zurückbehalten.
Das ist die eigentliche Arbeit.
44 Grad auf einer Hochzeit. Mein Look war egal.
Bei Bädern auch. Wird das Budget eng, wollen Kunden oft beim Licht sparen. Ich nehm lieber einen anderen Stein.
Den Stein vergisst Du. Das Licht hast Du jeden Morgen um sechs im Gesicht.
Wo hast Du am falschen Ende gespart?
Ich sage jedem Handwerker vor Baubeginn einen Satz.
Wer begreift, dass er einen Zustand im Leben eines Menschen herstellt, misst sich selbst strenger.
Dieses Verständnis steuert die Hand. Präziser als jede Kontrolle.
Warum muss ein Badezimmer überhaupt einem bestimmten Stil entsprechen?
Ich frage zuerst, wie jemand darin leben will.
Oft heißt die Antwort: Ruhe.
Für den einen heißt das Ordnung, für den anderen wenig Licht.
Dafür braucht es kein Japandi.
Was stört Dich morgens im Bad?
Die teuersten Bäder, die ich betrete, machen mich oft am unruhigsten.
Quiet Luxury heißt für mich: zuerst der Mensch, dann Material und Technik.
Ich prüf sogar, ob ein Spot in die Wanne blendet.
Ein Wow-Moment hält Sekunden. Ruhe bau ich über die Ordnung im ganzen Raum.
GESTERN war meine Website tot.
Ich konnte nichts tun.
Im Bad plane ich jeden Millimeter.
Die Website liegt auf einem fremden Server.
Meine Kunden vertrauen dem Raum. Wer mich nicht kennt, sieht nur eine Fehlermeldung.
Woran hängt Deine Marke, wenn die Seite weg ist?
Vor ein paar Jahren stand ich in einem technisch makellosen Bad.
Licht per App. Alles vernetzt. Viel Geld verbaut.
Ich habe nichts gespürt.
Seitdem baue ich das Gegenteil.
Ich zeige mein Bad im Magazin und bekomme persönliche Angriffe.
Den Vorwurf, eine Kollegin vorgeführt zu haben, nehme ich ernst.
Bemerkungen über Drogen und meine Mutter klären ihn allerdings nicht.
Wie viel von einem privaten Streit gehört nach außen?
Mein Urteil über einen Raum steht, bevor ich ihn analysiert habe.
Der Körper entscheidet. Ich komme danach.
Wo zieht er sich hin, wo weicht er aus, wo wird es still.
Später finde ich die Erklärung. In dem Moment spüre ich nur den Zustand.
Ich sage Nein zu Projekten, die ich liefern könnte.
Weil eine Frage fehlt: Was will ich hier wirklich.
Solange jemand noch vergleicht, bin ich nicht der Richtige.
Der Moment kommt. Oder er kommt nicht.
Bei THG Marcel fehlen mir noch technische Daten.
AXOR Archivio kommt Ende 2026, ein festes Datum gibt es nicht.
Dornbracht Coya ist seit 20. April 2026 da, eine Option für klassisch-moderne Räume.
Bei Vola fand ich nichts Neues.
Was brauchst Du, bevor Du eine Neuheit festlegst?
Der teuerste Raum kann dich kleiner machen als der billigste.
Ich fragte einen Bauherrn, was sein Bad in ihm auslosen soll.
Er stoppte. Richtig. Der Mann, der sonst alles wusste, hatte keine Antwort.
Der Körper weiss, ob ein Raum für dich gebaut wurde.
Ich habe dieses Jahr mehr Projekte abgelehnt als in den zehn Jahren davor.
Was kam, war kein Rückzug.
Verdichtung.
Weniger Bäder, mehr Spa-Identitäten.
Weniger ausführen, mehr den Blick weitergeben.
Ein Kunde vergaß 38 Seiten Konzept.
Bis auf einen Satz. Den hatte er leicht umgebaut, fast falsch zitiert.
Was jemand selbst zu Ende denkt, sitzt fest.
Was fertig hingelegt wird, kann er abnicken und vergessen.
Jemand macht jeden Morgen automatisch das falsche Licht aus.
Er schließt eine Tür, meidet die Badewanne, legt Dinge irgendwo ab.
Irgendwann fällt ihm das alles nicht mehr auf.
Er hat sich still an die Fehler seines Raums angepasst.
Ein Spa kann Millionen kosten und trotzdem nichts im Gast hinterlassen.
Ich fange erst an zu planen, wenn ich verstanden habe, was das Hotel für seine Gäste tragen soll.
Ausstattung ist das letzte Puzzleteil.
Bevor ich über Stein oder Licht spreche, stelle ich eine Frage.
Was soll dieser Raum in dir auslösen, wenn niemand zusieht?
Wer das nicht weiß, trifft danach jede Entscheidung ins Leere.



















